La vita sulla tela

 

Ci sono i colori

Anche se non posso tenerle

In tutti sensi

Limitazione – che palle

Che dalle possibilità

E dei desideri vuoti

Rimane la parola

Versare sulle tele

Versare!

AF18

                                                               Leben auf Leinwand

                                                               Da sind Farben / auch wenn ich sie nicht                                                                   halten kann / In allem Sinn (allen Sinnen)/

                                                               Begrenzung – was ein Mist / dass von den                                                                   Möglichkeiten / und leeren Wünschen /

                                                               die Parole bleibt / Ergießen auf Leinwand /

                                                               Ergießen!

Can’t wait anymore

 

A scream

          afraid

From nowhere

          else

Becoming

          sooner

A certain ray

          of fire

               in front of a reticent frowning

                              horizon

               (AF18)

     

                           

  

Aus dem Leben gegriffen (1) – Estragon zum Jahreswechsel

Es ist Sonntag, das Jahr liegt in seinen letzten Zügen. In einem Anflug von Zynismus denke ich bei mir, es röchelt noch etwas. Aber es war auch gut. Ich denke auch an den Slogan „Jede Sekunde zählt“, der in der S-Bahn, mit einer netten Zeichnung kompensiert, einem rot in die Augen schlägt – mit gemischten Gefühlen. Das kreative Potenzial auf der einen, die Langeweile und das viele Alleinsein auf der anderen Seite treiben mich vor den Herd. Eine Rinderbrühe, mit etwas Gemüse… Als sie fast leer ist, gehe ich mehr oder minder nahtlos dazu über, zu faul einen neuen Topf herauszuholen, Bandnudeln direkt in den Sud zu geben. Noch ein Ei darüber, ein kleines Bisschen von einer Salami, klein geschnitten, zwei Knoblauchzehen, Kurkuma, Lorbeer und Estragon. Heraus kommt irgendetwas zwischen Carbonara und Amatriciana. Ich bin mit dem Ergebnis recht zufrieden, stelle ich fest. Zufriedenheit – neben Glück dasjenige, was man sich gerne und oft zu gewissen Anlässen wünscht. Ich wünsche das anderen und mir selbst auch. Nur ist sie, die Zufriedenheit, für mich, meine Gefühle, eine Art Näherungswert. Wie stimmig, dass mir jemand, der eine besondere Rolle in meinem Leben innehat, mit seiner sonoren Stimme vorhin am Telefon abschließend an das Gespräch „gute Gefühle“ wünschte. So etwas Schönes! Eine Rarität, bestehend aus nur ein paar wenigen Worten. Von den Nachbarn klingt das Trampeln, das Staubsaugen Samstags, das Plärren des Töchterleins durch die Sinne vermittelt in mein Bewusstsein. Die Erinnerung an das Telefonat hingegen weitet das Herz viel besser, festigt in der mitunter schwankenden Schwebe des Lebens. Ärgerlich hingegen ist die plumpe Knallerei schon vier Tage vor dem Jahreswechsel. Sollen die Burschen doch mal nach Afghanistan… Aber Groll beiseite. Zack – schon wieder. Man kommt ja nicht aus. Aber es geht sich schon alles aus, alljährlich. Und irgendwie, in einer seltsamen Weise, ist jeden Tag Silvester. So etwas zwischen Carbonara und Amatriciana. (AF18)

 


 

Lob der Unsicherheit

Über Intimität und Integrität

 

Es ist beeindruckend, erlebt man Menschen, die „von der Sache“ überzeugt sind und aus diesem Quell heraus auch überzeugend auftreten. Ein gutes Selbstvertrauen ist dafür nötig und willkommener Bestandteil im seelischen „Haushalt“. Ein solches, gesundes Selbstvertrauen ist zudem umso tiefer, als es aus einem Weg heraus erwächst. Nicht jeder bringt den großen Genius von vorneherein mit und die „soft skills“ liegen oft in ganz einfachen, weniger hervorstechenden Dingen. Dass – nicht nur aber vor allem – für jüngere Menschen Orientierung als Orientierung am Anderen ebenso bedeutsam ist wie das Vertrauenlernen dem eigenen, inneren Kompass gegenüber, ist schnell deutlich. Hierfür muss es auch Kategorien der Auslegung und der Wahrnehmung der Dinge geben. Auch wenn es reizvoll ist, zumindest in der Phantasie, wenn wir uns vorstellen, dass plötzlich Küchengeräte Flügel bekommen, so wären wir irritiert, wenn sie tatsächlich zu fliegen begännen. Hier geht es um eine – teils als einengend erfahrene, zugleich aber Sicherheit bietende Wirklichkeits­auffassung und was in ihren Möglichkeiten liegt (und was nicht). Diese Sicherheit ist auch politisch, allerdings einem anderen Sinne nach. Jene Ausgelegtheit im Sinne des Kommunalen ist also Garant für ein gelingendes Leben oder möchte dies zumindest sein. Alles Hinterfragen ist eine kreative Auseinandersetzung damit. Dass letztlich alles völlig anders sich verhält ist relativ unwahrscheinlich. Dass uns beim Verbleiben in festen Bahnen allerdings wichtige Aspekte gar nicht erst ins Bewusstsein kommen, dagegen sehr. Es gibt Personen, die mit ihrer Unsicherheit (dem Zaudern) den Fluss der Dinge auch blockieren, vielleicht weil hier und da eher unbewusst noch potenziell narzisstische Eierschalen am psychischen „System“ kleben – aber mit psychologisierenden Urteilen sollte man sehr vorsichtig sein. Es kann auch in manchen Fällen sein, dass es gute Gründe hat, mal nicht zu schnell zu entscheiden.

Womit wir im Thema sind. Es gibt auch Menschen, die durch ihre Schüchternheit (und zugleich Offenheit) nicht nur reflektierter, sondern auch einfach schön sind. Solche, die (noch) Zartheit in sich tragen, die auf tieferen Ebenen nicht limitiert sind, sondern eben gerade begegnungsfähig, mit natürlichem Charme und respektvoller Zurückhaltung. Mit ihnen möchte man gerne sein, jedenfalls ergeht es mir so. Die Gelegenheiten sind allerdings rar und diese Erfahrung bitter. (Von Liebem getrennt sein, erzeugt Leiden, so sagt der Buddha.) Ganz ohne es irgendwie vom Zaun zu brechen strahlen solche Menschen etwas aus, was in mir Zuneigung erzeugt, mich ergreift, erfreut und dem Seinsgeheimnis nahe sein lässt. Schüchternheit und eine gewisse Unsicherheit ist also etwas Positives – sie zeugt von Zurückhaltung, von einem inneren Raum, von einer Welt, in der ich gerne leben möchte – wo man sich mit und ohne Worte, die ganz frei von den Dingen der Seele handeln können, in der Tiefe versteht. Ich möchte die These aufstellen, dass es grundsätzlich in unseren gesellschaftlichen Horizonten eher darum geht, weniger Selbstbewusstsein zu haben. Ich meine damit natürlich eine schiefe Selbstbewusstheit, eine anerzogene Härte, die entweder borniert oder rücksichtslos ist oder beides. Mehr Schüchternheit und Schamgefühl im positiven Sinne muss einer Offenheit nicht grundsätzlich widersprechen. Dass es „im Leben halt so zugeht…“, dass man als Christ nach wie vor an ein gutes Miteinander „glaubt“ und damit unter Umständen als „realitätsfremd“ dasteht, muss dabei irgendwie geschluckt werden.

Ein paar Bemerkungen zum Begriff „Intimität“ und „Integrität“. Wir sind weder unnahbare Wesen, noch – schlechthin – klar auslegbare Bücher. Die Eigentümlichkeit von Begegnung ist zentral. „Alles wirkliche Leben ist Begegnung“ schreibt M. Buber. Unsere Realität – und gerade die des Zwischenmenschlichen – besteht aus Überschneidung, ist ein einziger Zwischenbereich (aber nicht minder ein lebendiges Ganzes) – von Nähe, Distanz, von mehr oder weniger Zutrauen, von Anerkennung, Wertschätzung und deren Defizienz. Die Begriffe Intimität und Integrität bestimmen sich daran. Normalerweise bringen wir ersteres mit unserer Sexualität in Verbindung. Doch auch von einer „rein“ geistigen Intimität muss man ausgehen. Gefährdet wird sie durch den Mangel an Empathie. Direktheit kann durchaus angebracht sein. Doch würden wir auf die Kunst und Ethik, indirekt zu sein oder Dinge nicht zu sehr zu fokussieren, verzichten, wäre das ein großer Verlust. Besetzt man – ganz im (Un-)Sinne eines puren Sozialdarwinismus und Kommerzialismus (auch „Psycho-Kommerzialismus“) alle Felder der Wahr­nehmung, des Privaten, vereinnahmt es zu sehr, so verletzt man die Integrität des Anderen. Auch in der Architektur gibt es Beispiele, die sehr gelungen sind, und solche, die an der Verletzung der Personwürde grenzen. (Mehr oder weniger, nicht für jeden gleichermaßen gravierend, versteht sich.) Mehr Eingeständnis des (zumindest potenziellen) Nichtwissens führt meist gerade zu einem besseren Verständnis. Mehr „Unsicherheit“ im Sinne eines Raumes für Einfühlung wäre und ist – im Privatleben wie für eine Gemeinschaft, ihrem Zusammenhalt allgemein – eine Wohltat und von größtem Wert und Nutzen. (AF19)

 

Da kommt Licht herein…

Ein Fenster, eine Tür. Und eine grüne Ranke.

Die Frage nach dem Sein. Und eine Antwort…

Da ist Brot, da ist Wein.

(AF19)

 

                                                (c) Guardaboschi

 


 

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